entre -raum für experimentelle bildtheorie
präsentiert

Martin Eiter
»Höhlenausgänge«

Eröffnung: Samstag, 14. September 2019, 16 - 20 Uhr
Einführung: Daniela Hölzl 17:30

Ausstellungsdauer: 14. - 29. September
geöffnet jeweils Do, Fr, Sa jeweils 17-19 Uhr
und nach telefonischer Vereinbarung

Im berühmten Höhlengleichnis setzt Platon ein an die Höhlenwand projiziertes Schatten-Bild dem Verkennen des Wahren gleich. Während die philosophische Suche nach den Ur-Bildern die notwendige Vorbedingung des Höhlenhaften übersieht (H. Blumenberg), realisiert die Kunst seit je her ihre Erkenntnisformen in der Dialektik von sinnlicher Erscheinung und Imagination. So findet sie Zeugnis von jeder Art Realität.
Der Fotograf und Maler Martin Eiter arbeitet seit langem mit der archaisch/avantgardistischen Technik des Fotogramms und immer wieder nutzt er Projektionen und ihren leeren Lichtraum für seine Malerei. In diesen analogen Medien verweist das Bild als Schatten oder Spur auf die Ursache seiner Entstehung.
Das Abbild ist Index einer Präsenz.
Höhlenausgänge untersucht als Ausstellung und in künstlerisch/wissenschaftlichem Diskurs die prekären und durchlässigen Grenzen zwischen Wahrnehmung, Projektion und „Einbildung“.
Der renommierte Psychoanalytiker Dr. August Ruhs wird an Hand des Verhältnisses von Sigmund Freud zur Moderne als Kunst seiner Zeit auch über die psychische Kategorie des Imaginären als Grundbedingung der Kunst sprechen.

 

ein Projekt von entre – raum für experimentelle bildtheorie – Raum für Diskurs zwischen Kunst/Philosophie/Psychologie/Architektur - kuratiert von Daniela Hölzl