»Alles wird Buch«
Der Lehrgang Buchgestaltung 2019 stellt sich vor

15.7.2019 um 19 Uhr
Einführung: Uta Schneider, Lehrgangsleitung

Ausstellung von 15.7.—21.7.2019

Di.14—19 Uhr, Mi. 11—20 Uhr, Do. 14—18 Uhr,
Fr. 11—19 Uhr, Sa. 14—19 Uhr, So. 11—19 Uhr

 

13 Teilnehmer*innen des modular aufgebauten, berufsbegleitenden Lehrgangs Buchgestaltung an der New Design University St. Pölten zeigen Arbeitsergebnisse aus zwei Semestern. Dabei liegt der Schwerpunkt der Ausstellung auf dem Arbeitsprozess zum jeweils eigenen Buchprojekt.

 

Wie wird aus einem Gedankenhaufen ein Buch? Welche Form gebe ich dem Thema? Welches Material passt zum Inhalt? Wie wird die Idee in der Produktion realisiert? Nicht nur die Zusammenhänge von Fläche und Form, von Spannung und Symmetrie, von Rhythmus und Gliederung, auch Buchformat, Komposition, Typografie, Layout, Bildbearbeitung und buchbinderische Struktur spielen in der Gesamtwirkung des Buches eine entscheidende Rolle. Buchgestaltung bedeutet einen permanenten Wechsel zwischen der Arbeit am Detail und dem Gesamtkonzept. Das macht das Medium so faszinierend und komplex.

Die ausgestellten Arbeiten spiegeln die gestalterische Dimension ebenso wider wie verlegerische, editorische Entscheidungen: Denn die meisten Inhalte sind auch selbst erarbeitet. Doppelt schwer, zugleich sein eigener Auftraggeber und Gestalter zu sein. Verschiedene Buchgenres sind zu sehen: eine Forschungsarbeit zur Auflösung der Buchform, ein Schmuckkatalog, eine dreibändige Graphic Novel, ein Kochbuch mit besonderer (Farb)note, eine Sehschule für Erwachsene, ein Ausflug Untertage, ein Blick über die Schultern von Tüftlern, ein Herbarium der besonderen Art, Texte und Collagen zum Innehalten, akustische Anleitungen als Buch, die Kunst der Kunstmarke, Fragen zur Natur oder autobiographische Brüche in Falzform. Alles wird Buch. Dass alle Ideen später auch realisierbar sein sollten, versteht sich bei dem Studium von selbst: Projektmanagement aber auch Medienästhetik standen ebenso auf dem Programm. Das Buch als Ganzes denken.

Die analoge ‹Lesemaschine› lebt individueller, üppiger, reicher in der Gestaltung denn je.