Zu Gast: Anke Eckhart – Moreth Anhuman H2N3 (2926)

ZU GAST

Moreth Anhuman H2N3 (2026)

Anke Eckhart

Eröffnung
Mittwoch 6.Mai 2026 ab 19h

Finissage
Dienstag 12. Mai ab 17h

Ausstellungsdauer: 7. Bis 12. Mai 2026
Geöffnet jeweils Mi, Do, Fr 15 bis 19 Uhr

 

Zwei Bildserien und eine Klanginstallation beziehen sich im Sehsaal aufeinander, indem sie unterschiedliche Facetten von nicht-menschlichen Wesen abbilden.

In den visuellen Anordnungen eröffnen sich über die Darstellung von diversen Häuten, Fellen, Federn Projektionsflächen - sowohl für imaginierte Körperbilder wie auch als Symbol für kulturelle Projektion (Donna Haraway). Bildserie a, auf einem immanenten Ordnungssystem beruhend, scheint erweiterbar zu sein, während Bildserie b als Triptychon hervortritt.

Auditiv entwirft die Künstlerin eine immersive Klanglandschaft, die sich unter Einbezug historischer Tieraufnahmen (in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Martin Ullrich, Interdisziplinäre Musikforschung mit Schwerpunkt Human-Animal Studies, Nürnberg) wie auch mithilfe maschinellen Lernens zur Generierung bisher unbekannter Tierlaute, weg von der identitätsstiftenden Nomenklatur menschlicher Sprache hinzu einer neuartigen Form von imaginierter interspezies Kommunikation bewegt.

Moreth Anhuman H2N3 gehört laut Virologie zur Gruppe der Moreth Anhuman VOI (variants of interest). H - 5 bekannte Subtypen: Das Hauptprotein, mit dem das Virus an die Wirtszelle andockt und in sie eindringt. N - 5 bekannte Subtypen: Das Nebenprotein, das dem Virus hilft, sich aus der Wirtszelle zu befreien und weiterzuverbreiten.

Anke Eckardt untersucht fragile Schnittstellen zwischen kollektiver und individueller Identität und Vorstellungskraft. Ihre Arbeit befasst sich mit Machtstrukturen und der Politik der Materialität im Kontext neuer Technologien. In ihren Installationen und skulpturalen Arbeiten kombiniert sie in diversen Konstellationen Klang und Licht, analoge Materialien, Architektur, kinetische Elemente, Text und neue Medien. Anke Eckardt ist Künstlerin und Univ.-Prof. für Bildende Kunst an der Kunstuniversität Graz. Sie wurde 1976 in Dresden geboren, nach den Stationen Berlin, Los Angeles, Köln, Kassel, Rom und Graz lebt sie seit 2025 in Wien.