on tiptoes trough the tulips

on tiptoes truth the tulips

Arnold Berger
Alexandra Kontriner
Andrea Maria Krenn
Anja Nowak
Wendelin Pressl
Almut Reichenbach
Franz Riedl

Ausstellungseröffnung Dienstag, 22. September 2026 um 19 Uhr
Zur Ausstellung sprechen
Daniel Amin Zaman Und Christiane Reiter

Ausstellungsdauer 23.9.– 10.10.2026

Geöffnet jeweils Mi, Do, Fr 15 bis 19 Uhr 

Dass wir mitunter vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen, war einmal. Inmitten der gegenwärtigen Überflutung mit sogenannten Inhalten gilt Schlimmeres: Wir sehen vor lauter Bäumen die Bäume nicht mehr. Dahinter steht bekanntlich eine Strategie gezielter Überforderung unserer Aufmerksamkeitsfähigkeit, die sich unverblümter nicht formulieren lässt: „Flood the zone with shit“. Was diese noch perfider macht, ist, dass sie unseren Narzissmus missbraucht und uns zu Mittäter:innen macht. Aufmerksamkeit ist eine Droge, deren Suchtpotenzial direkt proportional zur Kürze des Rausches steigt. Er dauert nur Sekunden und verlangt im Sekundentakt nach neuem Stoff. Und auch, wenn wir uns dagegen schützen wollen, ist unsere Aufmerksamkeit davon eingenommen, nicht zu re-agieren. Das macht uns müde, abgestumpft und raubt uns jene Achtsamkeit, Sensibilität und jenes „Zehenspitzengefühl“, das es braucht, um wahrzunehmen, zu sehen, was IST; direkt vor und unter unseren Füßen.

Die Ausstellung „on tiptoes through the tulips“ vereint unter diesem Gesichtspunkt sieben künstlerische Positionen zu einem Parcours der Rückbesinnung. Sie hinterlassen feine Spuren, leise Botschaften und „Werk-Orte“ anstatt Schneisen geknickter Tulpen und wollen wieder empfänglich machen für die feinen Zwischentöne des Seins, für das Subtile, das Kleine, das Zerbrechliche, Zarte und Schöne, das Intime, Poetische und Ephemere. Das Publikum wird dabei selbst zum „Tiptoe-Walker“, das auf Zehenspitzen entdeckt, staunt, in-sich-geht, zu-sich-kommt und zu sehen vermag, was es sonst „über-sieht“.                  (Daniel Amin Zaman)

Foto: Spiegel, 2023 © Almut Reichenbach

ARNOLD BERGER

Arnold Berger, lebt und arbeitet in Wien. Studium der Physik und Philosophie in Graz, Wien und Madrid. Künstlerisch tätig mit Schwerpunkt Malerei seit 2011. Gruppen- und Einzelausstellungen im In- und Ausland (Auswahl): V.esch Wien / PARALLEL Vienna / Kunstverein Schattendorf/ Editionale 12 Köln / KunstBuchDonnerstag, mumok Wien /FP24
Collaborative Art Space, Antwerpen / Furtherfield Gallery, London.

www.arnoldberger.at(opens in new tab)

OT, 2026, Acrylspray auf Papier, 21 x 29,5 cm
Foto: Arnold Berger
OT, 2026, Acrylspray auf Papier, 21 x 29,5 cm Foto: Arnold Berger

ALEXANDRA KONTRINER

1980 in Lien/Osttirol geboren, lebt und arbeitet in Wien. HTL für Glas, Kunsthandwerk und Design in Kramsach (Tirol), Kunstgeschichte in Innsbruck. Seit 2015 freischaffend, Ausstellungen national und international. U.a. 2026 österr. Kulturforum London, 2025 Lentos Kunstmuseum Linz, 2021 Taxispalais Kunsthalle Tirol, 2020 Museo Alto Garda in Riva del Garda (IT).
Zahlreiche Auszeichnungen: 2024 Erich-Grabner-Preis für künstlerische Grafik der Stadt Krems, 2022 Förderpreis für zeitgenössische Kunst des Landes Tirol, 2020 Förderpreis des RLB Kunstpreises Innsbruck, 2019 Preis des Landes Niederösterreich beim Österreichischen Grafikwettbewerb.

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Großes Ochsenauge
2026, 21 x 14,8 cm, Aquarell und Bleistift auf Papier
Foto: Alexandra Kontriner
Großes Ochsenauge 2026, 21 x 14,8 cm, Aquarell und Bleistift auf Papier Foto: Alexandra Kontriner

ANDREA MARIA KRENN

Geboren 1974 in Deutschland, lebt und arbeitet in Wien. 1996-99 Keramikfachschule Landshut, Deutschland, 1999-04 Studium Malerei & Grafik, Prof. Ursula Hübner, Kunstuniversität Linz, Diplom mit Auszeichnung. Mehrere Stipendien, Preise, Auslandsateliers, u. a.: Staatsstipendium für Bildende Kunst, Bundesministerium für Kunst und Kultur, Wien, Auslandsatelier, Cité internationale des arts, Paris, Bundesministerium für Kunst und Kultur, Wien.
Letzte Ausstellungen: 2026 Vasarely Museum, Budapest (HU), 2025 zs art galerie, Wien (AT)

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die Geometrie einer dürftigen Einsamkeit (Gaston Bachelard)
Modell der Raumintervention, vergoldete Ecke 2026, (Mit lieber Unterstützung von Maria Berger-Pachovsky)
Foto: Christiane Reiter
die Geometrie einer dürftigen Einsamkeit (Gaston Bachelard) Modell der Raumintervention, vergoldete Ecke 2026, (Mit lieber Unterstützung von Maria Berger-Pachovsky) Foto: Christiane Reiter

ANJA NOWAK

Lebt und arbeitet in Wien. Studium der Soziologie und Bildenden Kunst in Magdeburg, Rio de Janeiro und Wien. Arbeitet in den Bereichen Fotografie, Video/Installation und Künstlerinnenbuch. Die Arbeiten der Künstlerin stellen Fragen nach Sichtbarkeit, Vergleichbarkeit und Identität. Einen wichtigen Bestandteil ihrer Praxis bilden Kollaborationen mit Kunst- und Kulturschaffenden. Seit 2023 ist sie Teil des Kollektivs der Fotogalerie Wien.

Ausstellungen (Auswahl): Artist Statement, Parallel Vienna; FAAP, São Paulo; Editionale 12, Köln; Hangar, Lissabon; Blickle Kino, Belvedere 21 Wien; KunstBuchDonnerstag, mumok Wien; Ve.Sch Wien

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Sommerstuhl, 2024, Gummiringe, Schrauben, Acryl, Mdf, je 86 x 64 cm
Fotos: Dariusz Kowalski
Sommerstuhl, 2024, Gummiringe, Schrauben, Acryl, Mdf, je 86 x 64 cm Fotos: Dariusz Kowalski

WENDELIN PRESSL

Geboren in Graz, lebt und arbeitet in Wien; Studium an der Meisterschule für Malerei Graz und an der Akademie der bildenden Künste Wien; Die künstlerische Praxis beruht auf Versuchsanordnungen an der Grenze zwischen Kunst, Wissenschaft und Wahrnehmung. Er versetzt mit seinen Werken die Sicht auf alltägliche oder vermeintlich allgemeingültige Gegebenheiten humorvoll und behutsam in neue Ordnungen. letzte Ausstellungen: ALBERTINA WIEN, 2026, BUNKIER SZTUKI - Gallery of Contemporary Art, Kraków, PL, 2025
aktuelle Publikation: NEOΣ KOΣMOΣ, 2025, Monografie, Schlebrügge.Editor

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Planetothek
2017-2025, äußerst analoge auto-performative Installation; Natursteine, Metallwinkel, Kartonrohre;
C: Wendelin Pressl | Bildrecht Wien
Planetothek 2017-2025, äußerst analoge auto-performative Installation; Natursteine, Metallwinkel, Kartonrohre; C: Wendelin Pressl | Bildrecht Wien

ALMUT REICHENBACH

Nach einer Ausbildung zur Goldschmiedin studierte Almut Reichenbach an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Seit ihrem Abschluss lebt und arbeitet sie in Wien. Ihre Arbeiten wurden zuletzt unter anderem im Belvedere 21, Wien (2023), Parallel Wien (2024), Das Weisse Haus, Wien (2024), foyer33, Rosenheim (2025) und im Fasan, Basel (2026) gezeigt.

www.almutreichenbach.com(opens in new tab)

Space figure (Träne) 2026
Aufgeschnittene Getränkedosen
Foto: Almut Reichenbach
Space figure (Träne) 2026 Aufgeschnittene Getränkedosen Foto: Almut Reichenbach

FRANZ RIEDL

Geboren 1976 in Bad Ischl, lebt in Wien. Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste Wien bei Bruno Gironcoli. Ausstellungen im In- und Ausland

Zuletzt: Neuer Kunstverein Aschaffenburg, Aschaffenburg, DE, Danube Dialogues, Belgrad, SRB, Vasarely Museum, Budapest, HU, Fondazione Marcello Morandini, Varese, IT

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o.T., Größe variabel, Zwibondfaden, Stahlnadeln 2026
Foto: Franz Riedl
o.T., Größe variabel, Zwibondfaden, Stahlnadeln 2026 Foto: Franz Riedl
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