fake & fragment

Brigitte Mahlknecht, Elisabeth Czihak, Regula Dettwiler, Melanie Dorfer, Gunda Gruber, Herbert Hofer, Matthias Klos, Liddy Scheffknecht, Michael Wegerer, Fridolin Welte

17.6.2020 – 11.7.2020

Eröffnung: 17. Juni 2020 von 17 – 22 Uhr
Human Installation by Ablate Mountain Productions
Wir freuen uns auf den Besuch von Frau Bezirksvorstehrin Susanne Schaefer-Wiery

Mi, Do, Fr, 14:00 – 18:00

Das Jahresthema des Projektraumes sehsaal lautet „Fake & Fragment“ und verbindet zwei aktuell Phänomene, die seit Corona aktueller denn je die Wahrnehmung unserer Lebenswelten prägen: Täuschung ist durch die Überflutung mit fake news und der damit verbundenen Sondierung von Quellen ein allgegenwärtiger Begriff. Fragment bezieht sich auf die zunehmend gesplittete Wahrnehmung unserer digitalen und analogen Welt durch beschleunigte, zuweilen nur mehr bruchstückhaft wahrnehmbare Ereignisse.

Mit der Wiedereröffnung nach der Corona-Schließung wird im sehsaal eine Gruppenausstellung mit künstlerischen Werken gezeigt, die sich diesem Themenkomplex sehr grundlegend nähern und verblüffende Verbindungen zwischen Fiktion und Realität herstellen.

Zum Jahresthema:

Fake als Täuschung, auch Vortäuschung und Blendung, spielt medial als auch in der Architektur, Kunst eine wesentliche Rolle. Speziell in der Kunst(geschichte) reflektiert der Begriff auch das Verhältnis von Original und Kopie, von Realitätsbezügen und vermeintlichen Kontexten und referenziert Fragestellungen zu (Re)Produktion, Aneignung sowie Imitation. Täuschung umfasst aber auch ein Dazwischen von Fantasie und Realität, von Lüge und Wahrheit, von Schein und Sein.

Fragment kann ein Bruchstück, Relikt, Überbleibsel bzw. ein Ab- und Ausschnitt sein, der unvollendet oder lückenhaft (geblieben) ist. Ein Fragment ist nur teilweise erhalten, verweist folglich stets auf etwas `Ganzes´ oder `Größeres´, wobei das Fragmentarische den Blick auf Details und Einzelaspekte zu richten und Komplexität zu reduzieren oder auszublenden vermag. Fragmente können als Reste von Systemen verstanden werden und auch zu neuen Ordnungen zusammen-gesetzt werden.

 

Kontakt für Rückfragen:

Barbara Höller, Kuratorin
info@sehsaal.at
06991 9434054

FOTOS

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Kurzbiografien

 

Elisabeth Czihak

geb. 1966 in Tübingen/D, lebt und arbeitet seit 2000 in Wien;
1985-92 Universität für Gestaltung Linz, Universität der Künste Berlin; 2000 Talentförderungspreis des Landes Oberösterreich; 2011 Anerkennung beim Europäischen Preis für Architekturfotografie, Frankfurt/ D; Auslandsstipendien in Warschau, Peking, Česky Krumlov, Berlin, Paris.
www.czihak.at

 

Regula Dettwiller

Regula Dettwiler wurde in Oberkulm im Schweizer Kanton Aargau geboren. Sie studierte von 1991–96 Bildhauerei bei Bruno Gironcoli an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Auslandsaufenthalte und Stipendien führten sie u. a. nach Chicago, Paris, Montreal und nach Japan. Regula Dettwiler lebt in Wien und arbeitet in den Bereichen Zeichnung, Installation, Skulptur und Kunst im Öffentlichen Raum.
www.reguladettwiler.com

 

Melanie Dorfer

Geboren 1986 in Sindelfingen (Deutschland), lebt in Wien. 2007- 13  Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Rainer Splitt und Prof. Tatjana Doll; 2013/14  Gastsemester an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Eberhard Havekost. Artist in Residence  2018 Villa Sträuli, Winterthur und cité internationale des arts, Paris. Auszeichnungen: 2017 Walter-Koschatzky-Kunstpreis, Rotary&Rotary Club Wien Albertina, 2015 Debütantenpreis, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, 2015 Postgraduierten Stipenidum, University of Minnesota, Minneapolis, 2010 Akademie-Preis der Stadt Freiburg
https://www.melaniedorfer.de

 

Gunda Gruber

 Geboren  1971. Ausbildung:  Universität Mozarteum, Salzburg / 2003 Diplom – Akademie der bildenden Künste, Wien, seit 2004 Assistentin an der Universität Mozarteum, Salzburg. Letzte Ausstellungen: 2015 “Interieur/Exterieur”, Kunstraum pro arte, hallein  ”System Blüten 1+2″, galerie 5020 , Salzburg, 2016 “SALO”, Kunstverein, Salzburg, 2017 “sinnlos”, Deutschvilla, Strobl, 2018 “fast forward rewind”, Salzburger Kunstverein
http://www.gunda-gruber.at/

 

 Herbert Hofer

1962 geboren in Wien, Autodidakt. 2005 Staatsstipendium für Bildende Kunst.
2005 A.I.R. FRISE Künstlerhaus Hamburg. zahlreiche Ausstellungen und Projekte in Österreich, Deutschland, Holland, Ungarn, Slowenien, Slowakei, darunter Einzelausstellungen in: Kunsthalle Krems Factory 2004, Neue Galerie Graz, Studio 2004, Flottmann-Hallen, Herne, D, 2008, Bildraum 07, Wien, 2017, sehsaal, Wien, 2018. Orts- und themenbezogene Arbeiten unter anderen: Bühnenbild Eröffnung Wiener Festwochen, Rathausplatz Wien, 2013, Fassadengestaltung einer Wohnhausanlage, Wien, 2016
http://www.herberthofer.at

 

Brigitte Mahlknecht

Die in Wien lebende Künstlerin Brigitte Mahlknecht (geb. 1966 in Bozen/Italien) eignete sich zeichnerisch ein weites visuelles Lexikon an. Indem sie Zeichnen nicht als mimetischen Akt, sondern als einen kognitiven Prozess versteht, lotet Mahlknecht die Grenzen aus, an denen räumliche Strukturen assoziativ verstanden werden können. Letzte Ausstellungen: 2020 Ailleurs …ou plus loin, Frac Centre-Val de Loire, Orleans; 2019, Un Instant Avant le Monde, Biennale von Rabat, Marokko; 2019, The Projective Drawing, Drawing Lab Paris, 2017 Verschachtelungen und Felder, sehsaal, Wien
www.brigittemahlknecht.com

 

Matthias Klos

(geb. 1969) lebt und arbeitet in Wien. Studium an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Von 2002 bis September 2009 künstlerisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Bildende Kunst und Kulturwissenschaften der Kunstuniversität Linz, Bereich Experimentelle Gestaltung. 2010 bis 2011 Gastautor bei springerin und beim Online-Magazin artnet.de. Zahlreiche Ausstellungen und Projekte unter anderen in folgenden Institutionen: Lentos Kunstmuseum Linz; Friedrich Kiesler Stiftung, Wien; University Galleries UC Irvine (USA), KW INSTITUTE FOR CONTEMPORARY ART, Berlin; Neues Museum, Nürnberg; Salzburg Museum, Salzburg; Kunsthalle Krems.
https://www.m-klos.com

 

Liddy Scheffknecht

lebt und arbeitet in Wien. Sie untersucht in unterschiedlichen Medien das Verhältnis von Zeitlichkeit, Wahrnehmung und Raum. Ihre Arbeiten waren in zahlreichen Einzel- und Gruppenpräsentationen zu sehen, u.a. Georg Kargl Fine Arts Wien, Galerie Lisi Hämmerle Bregenz, Kunstmuseum Appenzell, Kapellhaus Baku, Albertina Wien, CSULA Fine Arts Gallery Los Angeles, 4. Sinop Biennale, Kulturpolis Klaipéda, Kunsthaus Graz, Edith-Ruß-Haus für Medienkunst Oldenburg, Tokyo Wonder Site Hongo, 2nd Moscow International Biennale for Young Artists, Biennale of Young Artists of Europe and the Mediterranean, Skopje.
www.liddyscheffknecht.net

 

Michael Wegerer

Geboren 1970 in Wiener Neustadt; mit erweiterten Verfahren der Druckgrafik, Raum-Installationen und der Zeichnung. Ausbildung: 2002-2008 Universität für Angewandte Kunst Wien, Österreich, 2006 National College Art and Design, Dublin, Irland, 2009-2011 Royal College of Art London, MA Fine Art, UK, 2009 Artist in Residence, RMIT University Melbourne, Australien, 2014 Artist in Residence, ÖKKV Örnsköldsvik, Schweden, 2018 Artist in Residence, Art at Wharepuke, Neuseeland, 2018 Visiting Artist, University of Sunderland, Großbritannien.
www.michaelwegerer.net

 

Fridolin Welte

Geboren 1956 in Klaus Vorarlberg, Lehre als Werkzeugmacher und tätig als Musterbauer bis 1979. Danach Akademie der bildenden Künste Wien (Welz, Grioncoli) Ab 1987 Assistent am künstlerische  Gestaltung. seit 2006 Ass. Prof. am Institut für Kunst und Gestaltung an der TU Wien (Prof. Ch. Hochenbüchler, Prof. Ch. Kern). 2007 im Vorstand der Gesellschaft bildender Künstlerinnen und Künstler tätig. von 2008 - 2013 Leiter des Bereichs Bildhauerei des K/haus Wien. Ausstellungstätigkeit seit 1983 im In und Ausland, kuratierende Tätigkeit, Kunst am Bau
http://www.k-haus.at/fwelten.html