(Re)konstruktion der Erinnerung

eine dynamische Ausstellung

Monika Dorninger
Claudia Dorninger-Lehner
Julia Dorninger

26.04. - 08.05.2021

Falls es die gesetzlichen Vorgaben zulassen:
Soft Opening mit Hofbenützung:
04.05.2021, 14-19 Uhr
Soft Closing mit Hofbenützung:
08.05.2021, 14-19 Uhr

Wir freuen uns über Besuche während der Öffnungszeiten:
03.05. – 08.05., täglich 14-19 Uhr

Special Guest: Aileen Lehner
Performance: 07.05.2021, 18 Uhr

Monika Dorninger

Künstlerin, lebt und arbeitet in Wien und OÖ, Schwerpunkte der künstlerischen Arbeit: Aquarell, Mixed Media, Zeichnung, seit 1997 zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.

www.monika-dorninger.at

 

Claudia Dorninger- Lehner

Kursleiterin für Architektur- und Fotografiekurse und Künstlerin, lebt und arbeitet in Perchtoldsdorf bei Wien, beschäftigt sich überwiegend mit experimenteller künstlerischer Fotografie. Studium der Architektur an der TU-Wien und der University of Strathclyde in Glasgow, Diplom 1997, Lehrgang für künstlerische und angewandte Fotografie an der Prager Fotoschule Österreich, Diplom mit Auszeichnung 2015, Résidence d'artiste Clervaux - cité de l'image, September 2016.

www.claudia-dorninger-lehner.com

 

Julia Dorninger

Architektin und Künstlerin, lebt und arbeitet in Wien und OÖ. Studium der Architektur an der TU Wien und an der ENSAPLV Paris (Diplom 2001), Zeichnerische Studien an der Akademie der bildenden Künste Wien und an der ENSBA Paris, Stipendiatin bei Gerhard Rühm an der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg. Julia Dorninger ist Finalistin des Superscape, Innovationspreis für visionäre Architekturprojekte (2018) und des Christian Doppler Kunstpreises (2017). Zudem ist sie Wettbewerbs-Preisträgerin internationaler Architekturwettbewerbe.

www.juliadorninger.com

„So wie ein Ort durch Identität, Relation und Geschichte gekennzeichnet ist, so definiert ein Raum, der keine Identität besitzt und sich weder als relational noch als historisch bezeichnen lässt, einen Nicht-Ort.“
(Marc Augé)

In der dynamischen Ausstellung "(Re)konstruktion der Erinnerung" beschäftigen sich drei Künstlerinnen - Monika Dorninger/Malerei, Claudia Dorninger-Lehner/Fotografie, Julia Dorninger/Installation- mit dem Begriff des Ortes. Wie lässt sich Wissen um das Potential
eines Ortes generieren und wie kann dieser Prozess über künstlerische Forschung beschrieben werden? Mit welchen subjektiven Bedeutungen bzw. kollektiven Identitäten wird oder wurde ein Ort versehen und welche Erinnerungen über diese dem Ort eingeschriebenen Informationen bleiben haften?

Ausgehend von dieser zentralen Thematik konzipieren die Künstlerinnen die Ausstellung während ihrer Zeit im sehsaal immer wieder neu, bauen um bzw. zurück, fügen neue Bilder hinzu oder entfernen welche. Neues entsteht, Altes wird verworfen. Es ist ein Prozess, in dem Erinnerungen immer wieder rekonstruiert und neu bewertet werden.

Die zahlreichen Versuche, sich richtig zu erinnern, erleiden Verzerrungen. An welche Begebenheiten können sich die Künstlerinnen nicht mehr korrekt erinnern oder welchen Orten und Ereignissen messen sie im Nachhinein mehr oder weniger Bedeutung zu als ursprünglich? Die Ausstellung macht diesen Bias transparent. Sie zeigt, wie unterschiedlich selbst innerhalb einer Familie das Wissen über bestimmte Orte und damit verknüpfte Ereignisse sein kann. In der Rückschau wird aus der Rekonstruktion der Wirklichkeit schnell eine fiktionale Neukonstruktion.