Liddy Scheffknecht

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Liddy Scheffknecht

2.10. – 21.10.2020

Eröffnung: Donnerstag, 1. Oktober 2020, 19 Uhr
Veronika Rudorfer, Junior-Kuratorin am Bank Austria Kunstforum Wien

Öffnungszeiten: Mi, Do, Fr, 14:00 – 18:00

Die Ausstellung dimensions versammelt Arbeiten, die sich mit der Übersetzung von Zeit in Raum beschäftigen. Das bildnerische Material, das bei allen Arbeiten der Künstlerin Liddy Scheffknecht zum Einsatz kommt, ist Sonnenlicht. Dieses wird beispielsweise durch an Fenster montierte Schablonen geformt, um exakte Lichtbilder in den Raum zu zeichnen.

In der Arbeit soon formt eine solche Schablone dasselbige Wort, wobei die Erdrotation das Schriftbild kontinuierlich durch den Raum wandern lässt. Alle zehn Minuten werden die Konturen des Wortes auf einem Blatt nachgezeichnet und das abstrakte Versprechen „soon“ verbleibt als Dokument einer stetigen, nicht enden wollenden Verschiebung.

In der Arbeit sunbeam (table) wiederum formt Liddy Scheffknecht das Sonnenlicht zu einem vertikalen Streifen und dokumentiert, wie dieser sich an einem Septembertag durch den Raum bewegt. In regelmäßigen Intervallen markiert sie die Position sowie den Winkel des Lichtstrahles. Die gesammelten Informationen bilden in weiterer Folge den Ausgangspunkt für ein Möbeldesign, welches die wandernden Sonnenstrahlen zum Träger einer Tischplatte verfestigt.

In der Arbeit mirage simuliert Scheffknecht einen Zeitablauf computergestützt: zwei im Computer modellierte, figurative Schatten vermengen sich mit dem Abbild eines architektonischen Fragments ­­–  der Fotografie einer Säule. Die Schatten richten sich entlang der Säule auf, schmiegen sich an sie an und zeichnen ihr Volumen nach. Sie bewegen sich weiter aus dem Bildraum in den Ausstellungsraum, um sich dann langsam wieder zusammenzuziehen und schließlich aufzulösen.

Liddy Scheffknecht

Geboren im Dezember 1980 in Dornbirn.
Lebt und arbeitet in Wien.
2007 Diplom / Universität für Angewandte Kunst Wien; Bernhard Leitner / Ernst Strouhal / Erwin Wurm
2006 Diplôme national supérieur d’arts plastiques / ENSBA Paris; Jean-Luc Vilmouth

Preise & Stipendien, Residencies

2019 Kurzfilmwettbewerb "20 Seconds for Art"; 1. Preis, Kurzfilmwettbewerb “Grenzen”, KÖR Steiermark
2018 AIR, Dom Funkcjonalny, Warsaw
2017 AIR, soart, Millstättersee; NWW Design Award
2016 AIR, Nida Art Colony, Litauen
2014 SilvrettAtelier, Bielerhöhe, Vorarlberg
2013 - 2018 Bundesatelier, Westbahnstraße, Wien

Letzte Einzelausstellungen

2020 pictorial space, Schauraum Angewandte, MQ Wien
2018 points in time, Georg Kargl Box / Wien; mirage, Galerie Lisi Hämmerle / Bregenz
2016 dream argument, Kunsthalle Nexus, kuratiert von Petra Noll; Solar Days, Remise Bludenz, kuratiert von Alfred Graf; sciography, Georg Kargl Fine Arts / Wien
2015 shift, Galerie der Stadt Wels
2013 spot, Sotheby’s Artist Quarterly, Wien
2012 eleven minutes twenty seconds, Kunsthaus Graz; Sence, Ex-garage / Maribor

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Liddy Scheffknecht

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Liddy Scheffknecht

2.10. – 21.10.2020

Eröffnung: Donnerstag, 1. Oktober 2020, 19 Uhr
Veronika Rudorfer, Junior-Kuratorin am Bank Austria Kunstforum Wien

Öffnungszeiten: Mi, Do, Fr, 14:00 – 18:00

Die Ausstellung dimensions versammelt Arbeiten, die sich mit der Übersetzung von Zeit in Raum beschäftigen. Das bildnerische Material, das bei allen Arbeiten der Künstlerin Liddy Scheffknecht zum Einsatz kommt, ist Sonnenlicht. Dieses wird beispielsweise durch an Fenster montierte Schablonen geformt, um exakte Lichtbilder in den Raum zu zeichnen.

In der Arbeit soon formt eine solche Schablone dasselbige Wort, wobei die Erdrotation das Schriftbild kontinuierlich durch den Raum wandern lässt. Alle zehn Minuten werden die Konturen des Wortes auf einem Blatt nachgezeichnet und das abstrakte Versprechen „soon“ verbleibt als Dokument einer stetigen, nicht enden wollenden Verschiebung.

In der Arbeit sunbeam (table) wiederum formt Liddy Scheffknecht das Sonnenlicht zu einem vertikalen Streifen und dokumentiert, wie dieser sich an einem Septembertag durch den Raum bewegt. In regelmäßigen Intervallen markiert sie die Position sowie den Winkel des Lichtstrahles. Die gesammelten Informationen bilden in weiterer Folge den Ausgangspunkt für ein Möbeldesign, welches die wandernden Sonnenstrahlen zum Träger einer Tischplatte verfestigt.

In der Arbeit mirage simuliert Scheffknecht einen Zeitablauf computergestützt: zwei im Computer modellierte, figurative Schatten vermengen sich mit dem Abbild eines architektonischen Fragments ­­–  der Fotografie einer Säule. Die Schatten richten sich entlang der Säule auf, schmiegen sich an sie an und zeichnen ihr Volumen nach. Sie bewegen sich weiter aus dem Bildraum in den Ausstellungsraum, um sich dann langsam wieder zusammenzuziehen und schließlich aufzulösen.

FOTOS

Abdruck honorarfrei bei Namensnennung. Klick auf die Vorschau öffnet Druckfähiges Foto.

Liddy Scheffknecht, sunbeam (table), 2018, Stahl lackiert, Glas, 100 x 65 x 54 cm
© Liddy Scheffknecht & Bildrecht Wien
Liddy Scheffknecht, soon (before), 2020, Wachskreide auf Papier, 70 x 100 cm
© Liddy Scheffknecht & Bildrecht Wien
Liddy Scheffknecht, mirage, 2018, Videoprojektion auf bedrucktem Holz, Installation zu zwei verschiedenen Zeitpunkten
Video (17 min 26 sek), Bild: 240 x 110 cm
© Liddy Scheffknecht & Bildrecht Wien

Kurzbiografie Liddy Scheffknecht

Geboren im Dezember 1980 in Dornbirn.
Lebt und arbeitet in Wien.

2007 Diplom Universität f. Angew.Kunst Wien (Bernhard Leitner / Ernst Strouhal / Erwin Wurm)
2006 Diplôme national supérieur d’arts plastiques / ENSBA Paris; Jean-Luc Vilmouth

Preise & Stipendien, Residencies

2019 Kurzfilmwettbewerb "20 Seconds for Art"
1. Preis, Kurzfilmwettbewerb “Grenzen”, KÖR Steiermark
2018 AIR, Dom Funkcjonalny, Warsaw
2017 AIR, soart, Millstättersee
NWW Design Award
2016 AIR, Nida Art Colony, Litauen
2014 SilvrettAtelier, Bielerhöhe, Vorarlberg
2013 - 2018 Bundesatelier, Westbahnstraße, Wien


Letzte Einzelausstellungen

2020 pictorial space, Schauraum Angewandte, MQ Wien
2018 points in time, Georg Kargl Box / Wien
mirage, Galerie Lisi Hämmerle / Bregenz
2016 dream argument, Kunsthalle Nexus, kuratiert von Petra Noll
Solar Days, Remise Bludenz, kuratiert von Alfred Graf
sciography, Georg Kargl Fine Arts / Wien
2015 shift, Galerie der Stadt Wels
2013 spot, Sotheby’s Artist Quarterly, Wien
2012 eleven minutes twenty seconds, Kunsthaus Graz
Sence, Ex-garage / Maribor

fake & fragment

fake & fragment

Elisabeth Czihak, Regula Dettwiler, Melanie Dorfer, Gunda Gruber, Herbert Hofer, Matthias Klos, Brigitte Mahlknecht, Liddy Scheffknecht, Michael Wegerer, Fridolin Welte

Eröffnung: 17. Juni 2020 von 17 – 22 Uhr
Human Installation
by Ablate Mountain Productions

Öffnungszeiten: Mi, Do, Fr, 14:00 – 18:00
Dauer: 17.6.2020 – 11.7.2020

 

Und das war die Geschichte von Anna & Bianca — eine Erzählung von der Sehnsucht nach Berührung in Zeiten der Distanz:

Das Jahresthema des Projektraumes sehsaal lautet „Fake & Fragment“ und verbindet zwei beunruhigende Phänomene, die seit Corona aktueller denn je die Wahrnehmung unserer Lebenswelten prägen: Täuschung ist durch die Überflutung mit fake news und der damit verbundenen Sondierung von Quellen ein allgegenwärtiger Begriff. Fragment bezieht sich auf die zunehmend gesplittete Wahrnehmung unserer digitalen und analogen Welt durch beschleunigte, zuweilen nur mehr bruchstückhaft wahrnehmbare Ereignisse.

Mit der Wiedereröffnung nach der Corona-Schließung wird im sehsaal eine Gruppenausstellung mit künstlerischen Werken gezeigt, die sich diesem Themenkomplex sehr grundlegend nähern und verblüffende Verbindungen zwischen Fiktion und Realität herstellen.

Zum Jahresthema:

Fake als Täuschung, auch Vortäuschung und Blendung, spielt medial als auch in der Architektur, Kunst eine wesentliche Rolle. Speziell in der Kunst(geschichte) reflektiert der Begriff auch das Verhältnis von Original und Kopie, von Realitätsbezügen und vermeintlichen Kontexten und referenziert Fragestellungen zu (Re)Produktion, Aneignung sowie Imitation. Täuschung umfasst aber auch ein Dazwischen von Fantasie und Realität, von Lüge und Wahrheit, von Schein und Sein.

Fragment kann ein Bruchstück, Relikt, Überbleibsel bzw. ein Ab- und Ausschnitt sein, der unvollendet oder lückenhaft (geblieben) ist. Ein Fragment ist nur teilweise erhalten, verweist folglich stets auf etwas `Ganzes´ oder `Größeres´, wobei das Fragmentarische den Blick auf Details und Einzelaspekte zu richten und Komplexität zu reduzieren oder auszublenden vermag. Fragmente können als Reste von Systemen verstanden werden und auch zu neuen Ordnungen zusammen-gesetzt werden.