Arnold Reinthaler
„Ich bin ein Kind aus Österreich“

Arnold Reinthaler
»Ich bin ein Kind aus Österreich«

Vernissage: Mittwoch, 5. Oktober 2022 um 19 Uhr
Eröffnung: Karin Schneider, Kunstvermittlerin und Zeithistorikerin

Ausstellungsdauer: 5.-29.10.2022
Mittwoch, Donnerstag, Freitag 15 bis 19 h, Samstag 14 bis 16 h

›Ein Kind aus Österreich‹ zu sein, bedeutet, in einem Klima der Verleugnung der eigenen nationalsozialistischen Täterschaft aufgewachsen zu sein. Arnold Reinthaler hat seine diesbezüglichen Erfahrungen und persönlichen Verstrickungen mit dem ›Dichterstein Offenhausen‹ – einem ehemals rechtsextremen Verein in Oberösterreich – auf verschiedene Weise offengelegt:
Als Installation selbst gravierter und Jahrzehnte später entwendeter  (Dichter-)Steine, als Filmausschnitt einer bisher unveröffentlichten Zeugenaussage vor Gericht zur Erinnerungspolitik,  sowie die Verdichtung des Schlachtrufs ›Immer wieder Österreich‹, die als Gravur in schwarzen Granit ein fragwürdiges Österreich-Bild zeichnet.

Arnold Reinthaler/Bildrecht ›Muttersprache und Gefolgschaftstreue‹, Dichterstein Offenhausen, 1972

Arnold Reinthaler

Geboren 1971 in Wels (A), lebt und arbeitet in Wien. Arnold Reinthaler studierte Bildhauerei in Hallein, an der an der Kunstuniversität Linz und bei Bruno Gironcoli an der Akademie der bildenden Künste Wien. Er promovierte bei Thomas Macho mit einer kulturwissenschaftlichen Dissertation über die Zirkulation des Begriffs „nomadisch" im Kunstkontext.

Seine Arbeiten umkreisen Zeitbegriffe, die er mit bildhauerischen Mitteln modelliert. Dabei stellt er das subjektive Handeln in den Mittelpunkt lang andauernder Arbeitsprozesse, die er vorwiegend in Stein, Papier und Lichtmedien übersetzt.

Karin Schneider

Kunstvermittlerin und Zeithistorikerin

Karin Schneider war in unterschiedlichen Projekten zum künstlerischen Umgang mit Geschichtspolitik als Forschende und Kunstvermittlerin tätig (u.a "memScreen" und "conserved memories", PEEK an der Akademie der bildenen Kunst, Wien und traces, Horizon 2020, Zürcher Hochschule der Künste) und leitet seit 2019 die Kunstvermittlung der Museen der Stadt Linz.

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Filmstill schwarzweisse Abstraktion

Filmlounge 2022

filmlounge 2022
Atmosphäre & Authentizität

1. Oktober ab 17h
Screenings und anschließender Artist Talk mit Kurator Max Lehner
Ab 20:00 Wiederholung aller Filme

Eintritt ist frei

17:00
Luz Olivares Capelle, Apariciones
2014, 23'
Gespräch in Deutsch


17:45
P. Staff, On Venus
2019, 13'
Talk in English


18:30
Maja Hodošček, For Your Pleasure
2021, 28' 23''
Talk in English'


Ab 20:00
Wiederholung aller Filme

 

DIe Filmlounge 2022 - mit Kurator Max Lehner - bietet nach der Aufführung der Filme jeweils einen artist talk mit den anwesenden Künstler*innen und der Möglichkeit zu offenem Publikumsdialog.

Als Reaktion auf das sehsaal-Jahresthema „Atmosphäre & Authentizität“ erforscht die Filmlounge Ränder des Authentischen und fragt, wie Atmosphären unsere Erwartungen und Einschätzungen beeinflussen. Authentizität ist eine prägende Kategorie, die oft für Personen, Orte, Dinge und Produkte in Anschlag gebracht wird, die diese nicht wirklich erfüllen können. Wann gilt etwas oder jemand als authentisch? Ist es die Erfüllung von Erwartungen oder der Bruch mit all dem?

Drei Kurzfilme von Luz Olivares Capelle, Maja Hodošček und P Staff stellen implizit die Illusion authentischer Subjektivität infrage, indem sie das Netz von Einflüssen sowie vage Andeutungen, Ahnungen oder Atmosphären, die oft unsere Wahrnehmung beeinflussen, thematisieren – und zeigen, dass es immer mehr gibt als ‚das Authentische‘ oder ‚die Atmosphäre‘. Wenn affektive Qualitäten ebenso viel Gewicht haben wie Subjektives, Gefühl und Fakten, ist möglicherweise die Relation zwischen diesen Polen wichtiger – und wir können Atmosphäre und Authentizität nicht getrennt voneinander sehen. Vielmehr müssen wir dekonstruieren, welche Normen oder Themen die Wahrnehmung und Erwartungen an uns, andere und anderes bestimmen.

Liegt das Authentische letzten Endes in der Atmosphäre, einem Gefühl, dem nicht Greif- und Fassbaren?

Kuratiert von Maximilian Lehner

 

Luz Olivares Capelle: Apariciones (23', AT 2014)
Luz Olivares Capelle: Apariciones (23', AT 2014)
Screenshot P. Staff, On Venus
Maja Hodošček: For Your Pleasure (28' 23'', SI 2021)

Maximilian Lehner
(*1990, Österreich), Kurator und Kunstwissenschaftler, ist Mitgründer des Produktionsbüros The Real Office. Kunst und Realität (RO) in Stuttgart und ist von 2016-2022 Universitätsassistent am Institut für Kunst in gegenwärtigen Kontexten und Medien der KU Linz. Neben Projekten mit RO kuratiert(e) er Ausstellungen für ElectroPutere (Bukarest), Galerija Škuc (Ljubljana), Salzburger Kunstverein, Fünfzigzwanzig (Salzburg), Jutro/Blok Nova Baza (Zagreb), sehsaal (Wien) und aqb (Budapest). Seine Texte wurden bei Artforum, BLOK, Kajet, Revista Arta und etc.magazine sowie in wissenschaftlichen Publikationen und Künstler_innenbüchern veröffentlicht. Maximilian Lehner studierte Kunstwissenschaft und Philosophie in Paris, Stuttgart und Linz, absolvierte kuratorische Kurse an der Salzburger Sommerakademie, dem ECCA Cluj und verfolgt ein Studium am CuratorLab der Konstfack Stockholm.

Luz Olivares Capelle
Apariciones
2014, 23'

17:00

Apariciones ist der Versuch, Erscheinen und Verschwinden bildlich zu fassen, eine filmische Dokumentation der beiden Vorgänge. Im Film erzählen Personen, die wir nicht sehen, von besonderen Erscheinungen und deren Einfluss auf persönliche Entscheidungen. Im Wechsel dazu sehen wir, wie Luz Olivares Capelle sich visuell flüchtigen und nicht greifbaren Momenten annähert, sowohl mit verfremdeten Aufnahmen als auch abstrakten animierten Sequenzen und photochemischen Experimenten mit analogem Film. Die Arbeit der Künstlerin als Ganzes funktioniert wie eine Collage, in der die Bilder assoziative Verbindungen mit den Erzählungen eingehen. Obwohl – oder gerade weil – Apariciones mit dieser Offenheit arbeitet, dass wir selbst Verbindungen herstellen oder uns sogar selbst Bilder vorstellen müssen, vermag der Film es, das Erscheinen und sein Gegenteil als übersinnliche und reale Größe zu situieren.

Luz Olivares Capelle

(*1983, Argentinien) hat Regie an der E.N.E.R.C. (Nationalinstitut für filmische Experimentation und Produktion) Buenos Aires, Grafik an der Akademie der Bildenden Künste und Regie an der Filmakademie Wien, Universität für Musik und darstellende Kunst bei Michael Haneke studiert. Ihre Filme wurden in verschiedenen Kunstgalerien und Museen sowie bei Festivals wie dem Internationalen Film Festival Rotterdam, der Viennale, Karlovy Vary IFF, im Museum of the Moving Image NY, im M.A.L.B.A. Buenos Aires u.a.m. gezeigt. Sie wurde u. A. mit dem Österreichischen Filmpreis, dem Max Ophüls Filmpreis, mit dem Grand Prix International Short Award beim Cork Film Festival, bei der Diagonale und dem Vienna Shorts Festival mit dem Preis für den Besten Narrativen Kurzfilm, sowie mit dem Thomas-Pluch-Drehbuch-Preis ausgezeichnet.

P. Staff
On Venus

2019, 13'

17:45

P Staffs Kurzfilm besteht aus zwei Teilen: Der erste zeigt Aufnahmen der industriellen Gewinnung tierischer Produkte wie Urin, Samenflüssigkeit, Fleisch, Haut und Fell. Die visuelle Veränderung der Bilder lenkt die Betrachtung weg von einem normierenden Blick. Sowohl das, was gezeigt wird, als auch die Bearbeitung des Ausgangsmaterials verweisen auf andere, nicht-menschliche Perspektiven sowie die Sichtbarkeit von und das Einfühlungsvermögen zu anderen Körpern. Die zweite Hälfte des Films ist ein Gedicht, das ein Leben auf der Venus beschreibt. Der Planet mit einer für Menschen giftige Atmosphäre wird darin zur Metapher zwischen Tod und Leben, die eine Anpassung oder alternative Lebensformen notwendig macht. Die feindlichen Bedingungen betonen den Einfluss der Umgebung auf das, was überhaupt als normal oder lebensmöglich anerkannt wird, ebenso wie der industrielle Umgang mit Tieren eine Grenze zwischen lebensunwürdig und schutzbedürftig anhand der Spezies und unterschiedlicher Körper zieht.

 

P Staff

(*1987, Großbritannien) arbeitet in Los Angeles und London künstlerisch in den Medien Video, Skulptur und Poesie und erforscht darin die in das Werden menschlicher Subjekte eingeschriebenen Schichten der Gewalt, um zu hinterfragen, was in den Bedingungen von trans und queerem Leben ständig auf dem Spiel steht.
Die Arbeiten wurden in Soloausstellungen in Serpentine Galleries, UK (2019); MOCA, USA (2017); und Spike Island, UK (2016) präsentiert. Die lezten Gruppenausstellungen waren etwa bei The Milk of Dream, 59. Biennale von Venedig (2022); Prelude, LUMA Arles, Frankreich (2022); Bodies of Water, 13. Shanghai Biennale (2021); Made in LA, Hammer Museum (2018); Trigger, New Museum (2017); und die British Art Show 8 (2016).

Maja Hodošček
For Your Pleasure
2021, 28' 23''

18:30

Eine slowenische Schauspielerin performt mehrere Stunden allein vor der Kamera, ohne Skript und Anweisungen. For Your Pleasure ist Teil einer Serie der Künstlerin, in der immer dieselbe Ausgangssituation Einblicke in unterschiedliche Subjekte bietet: ein leerer Raum mit schwarzem Vorhang, ein Stuhl und eine Kamera, die durchgehend filmt. Die ständige Beobachtung führt bei der Schauspielerin dazu, hauptsächlich über ihre Situation und die an sie gestellten Erwartungen zu reflektieren – ohne Selbstzensur. Im Film entsteht aus dem Anschein eines authentischen Bilds ihrer Selbst, aus ihren Äußerungen und Bewegungen ein Verweis auf die neoliberale Struktur unserer Gesellschaft, wie tief etwa Machtstrukturen zwischen Regie und Schauspiel verwurzelt sind oder wie bestimmte Kategorien aufgerufen werden, ohne diese explizit zu machen.

Maja Hodošček

(*1984, Slowenien) ist Künstlerin, Pädagogin und Forscherin. An der Schnittstelle von Kunst, Bildung, Politik und Alltag produziert sie Videoarbeiten, Installationen und initiiert Workshops. In Bewegtbildern beschäftigt sie sich mit unterschiedlichen sozialen Gruppen und möglichen Lernumgebungen.
Ihre Arbeiten wurden in Gruppenausstellungen wie Hidden Curriculum, tranzit.sk, Bratislava; Silence is Deafness Here, Gallery Podroom, Belgrad; Beyond the Globe, Moderna galerija, Ljubljana, South by South East, Guangdong Times Museum, China; Pipe Dream, Kunsthalle Exnergasse, Wien sowie Travelling Communiqué, Museum of Yugoslav History, Belgrad präsentiert. Solopräsentationen waren zu sehen in Dom omladine, Belgrade, Museum of Contemporary Art – MSUM, Ljubljana, Miroslav Kraljević Gallery, Zagreb, ŠKUC Gallery Ljubljana, Gallery Gregor Podnar, Ljubljana, etc. 2020 erhielt sie den Rihard Jakopič Preis für ihre künstlerischen Leistungen, 2010 den OHO Award.

Atmosphäre & Authentizität

Atmosphäre & Authentizität

Michael Goldgruber, Jochen Höller, Gert Linke, Gabi Mitterer, Maria Morschitzky, Olaf Osten, Ana Pascu, Brigitte Sasshofer, Gerlinde Thuma

Ausstellungsdauer: 30. Juni - 16. Juli 2022
geöffnet jeweils Mi, Do, Fr, 15 bis 19 Uhr; Samstag 15 bis 18 Uhr

Die Hofinstallation von Olaf Osten ist jeden Samstag zu besichtigen!

Michael Goldgruber, Filmstill „De.Frost.Zones“, 2018-2021 © Michael Goldgruber/Bildrecht

Einer besonderen Atmosphäre haftet auch immer etwas Momentanes an. Sie scheint im Hier und Jetzt verankert zu sein. Und hat irgendwie mit einer sensualen Erfahrung zu tun: Wir fühlen etwas intensiver oder werden intensiv berührt. Die Suche nach dieser Intensität liegt nach den kargen Jahren der Pandemie in der Luft.

Authentizität hat eine gewisse moralische, eine ethische, zumindest eine subjektbezogene (Wahrnehmungs) Perspektive. Denn wir wollen meist selbst authentisch sein, oder auch authentisch bleiben – und meinen damit, unseren Prinzipien auch im Handeln „treu“ zu sein, und das ist eine Herausforderung in unserer Zeit.

In seinem Kurzfilm „De.Frost.Zones“ zeigt er Bilder, die mit fotografischem Zugang, statisch und sorgfältig komponiert, topografische Ausschnitte und Szenarios an Gletschern der Ostalpen zwischen Großglockner und Silvretta seine Intentionen eindrucksvoll darlegen. Die Bilder sind ruhig und kontemplativ, sie evozieren melancholische Nachdenklichkeit und erzeugen nebst ihrer erhabenen und mythischen Präsenz auch beklemmende Bewusstheit bezüglich ihres Verschwindens.

 

Michael Goldgruber, Still aus De.Frost.Zones, 2018-2021, Full-HD, stereo, 14 min

Kein Buch auf der Welt hat eine Gesellschaft dermaßen geprägt wie die Bibel. Die Macht über das Wissen hatte die Kirche, erst mit der Aufklärung wurde das Wissen sozusagen liberalisiert. Jeder kennt den Spruch: Wer nichts weiß, der muss alles glauben; Ausgehend davon wurden aus dem Buch der Bücher alle Wörter „glauben“ und „wissen“ ausgeschnitten, um das Verhältnis beider Wörter zueinander zu untersuchen.

 

 

Jochen Höller, Glaube : Wissen, 2019, Collage, Papier auf Karton, gerahmt, 45 x 60 cm

 

 

 

 

 

 

 

 

Gert Linke, Ein Stück Gugelhupf 2014, Eisenguss (Grauguß), 30 x 30 x 13 cm

Der einem Lehrbuch für Meteorologie und Geophysik entlehnte Titel Die Dynamik der Atmosphäre ist der Versuch einer möglichen Sichtbarmachung von Atmosphäre im Sinne gesellschaftlicher Stimmungen und Strömungen. Anhand von zwei Arbeiten dieser neunteiligen Serie soll die Komplexität interagierender Geschehnisse innerhalb menschlichen Zusammen-lebens und möglicher Entladungen thematisiert werden. Der Camouflagestoff veranschaulicht als Bildträger und Kleidungsstoff die Vielschichtigkeit des Tarnmusters mit all seinen Zuschreibungen.

 

 

 

 

 

Gabi Mitterer, aus der Serie „Die Dynamik der Atmosphäre“: Grenzlanddirndl, Tarnstoff, Größe 38, auf Kleiderständer und O.T., 2002, Acryl auf Tarnstoff, 80 x 140 cm (

Die Serie Rauschen widmet sich der Bewegungsdynamik, die den körperlichen Impulsen beim Zeichnen entspringt. Die Hand als Seismograf neuronaler, steuerbarer Rhythmen wählt einer Maschine gleichend aus gespeicherten, doch sich weiterentwickelnden Programmen aus und „schreibt“ daraus Muster und Formen. Aus Punkt und Linie entsteht das Rauschen, dessen Spannungsmoment sich zwischen Formfindung und -auflösung ansiedelt. Die horizontal angelegten Blätter sind zugleich Bezugnahme als auch Abgrenzung zum Medium Schrift und thematisieren den Prozess des bewegten Schauens.

 

Maria Morschitzky, aus der Serie Rauschen, 2020/2022, Farbstift auf Papier, 21x29,7cm, Bildrecht

Olaf Ostens begehbare Installation Home Sweet Home aus übermalten Fenstervorhängen ist der Versuch einer atmosphärischen Synthese zweier Orte bzw. potentieller Heimaten am Beispiel von Wien und Sarajevo und erzählt u.a. von der komplexen Persönlichkeit, die Migration erzeugt. Die Sujets zeigen sowohl den Alltag als auch Geschichte oder Politik und resultieren aus eigenen Erfahrungen, Gesprächen und Literatur. Dabei ergibt sich durch die transparenten Vorhänge z.B. die Frage, wie durchlässig und vielschichtig ein „Zuhause“ wohl sein kann.

 

Olaf Osten, Home Sweet Home, 2022, bemalte Vorhänge im Außenraum

The perpetual transformation that is specific for human nature imposes a continuous searching, ended only by the inevitable moment of mortality. The stages of the process take place inside the relationship between the spaces that the self simultaneously exists in- the material one and the interior, intangible one. The fragmentation of the intimate space talks about the impossibility of fully exposing the personal experience. Apex, symbolizing the highest point in space, opens the notion of wholeness and transforms the apparent ending of the process into an ongoing rediscovery of one's self.

 

Ana Pascu, APEX, 2021, video, edition of 3 + 1 AP, 2min 44sec, 1920x1080, color, stereo

Ursprünglich drei Steinskulpturen, präsentiert auf einer Bodenmalerei aus Kalk, welche die nicht mehr vorhanden Körper der Tiere als Silhouetten zeigte. Diese wurden bei der Begehung durch die Besucher ausgelöscht. Die Arbeit war Teil einer Werkreihe in den 80iger-Jahren, in denen ich mich mit Themen Artensterben / Umweltzerstörung befasst habe.
Digitale Komposition 2017:  Bearbeitung von Fotoaufnahmen einer kleinen Nashornskulptur aus dem Jahr 1989 und Konfrontation mit einem Original-Polaroid aus dem Entstehungsjahr.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Brigitte Sasshofer, Vom Verschwinden der Nashörner, 1989 - 2017, Zwei Steinskulpturen: Krastaler Marmor, Höhe je 55 cm, Originalpolaroid, gerahmt, 90 x 108 mm, Lambda-Print auf Aluminium, 120 x 80 cm

Die Welle bewegt sich dem Impuls folgend, bis sie auf Widerstand trifft und ihrem Wesen entsprechend geändert Raum greift. Hier wird in zwei Bildhälften eine Einzelwelle der Struktur einer Summe von Wellen in Beziehung gestellt. Zwischen Wellen und Atmosphäre besteht eine Wechselwirkung – Atmosphäre ist Welle und Wellen werden durch Phänomene der Atmosphäre ausgelöst. Ein Welle kann aus einer ebenmäßigen Gesamtheit heraus zur Riesenwelle werden - als Sinnbild und als Phänomen.

 

 

 

 

Gerlinde Thuma, One and All, 2022, Kohle, Pigment, Acryl / Leinwand, 150 x 100 cm (€ 4300,-)
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I Have A Feeling For You

I Have A Feeling For You

„We are the fingertips of the force that drives the stars, so do your job and feel

  -Tanya Tagaq, „Split Tooth“ 

„Dont’t think, feel!“

  -Su-Metal

15.-18. Juni 2022

Eröffnung am 15. Juni 2022 | 18 Uhr
Arbeiten von
Laurens Seeman, Julian Kadrnoschka, Emma Peinhopf, Bo Yeong Yun, Karina Kwapil, Liam Che Gräfling, Emma Egger 

The world might seem like a strange place at times, especially nowadays. Global challenges like a pandemic, wars and the climate crisis leave us in despair. In moments like this it seemed right to focus on something universal that would be able to touch everyone in some way: the ability to feel. Anger, frustration, euphoria, sadness, indifference, concern, fear, excitement, wonder, love. The exhibition is the result of seven students of the University of Applied Arts in Vienna using their tools to express feelings they have within themselves. They have a feeling for you, so take it.

While coming from he department of Graphics and Printmaking, the first year class does not remain inside the boundaries of a single discipline. The emotions that fascinate and dominate them are expressed in a range of artistic mediums such as drawing, printmaking, sculpture, photography and language art. The result is a room packed with emotions that hopefully remind us of the overarching links between humans and the potential of sharing how we perceive the world.

Laurens Seeman let’s you flip through his feelings quite literally with his multifaceted artist’s book Unfassbar Laut. It contains texts by the artist, accompanied by an arrangement of several etchings. More than that, he also exhibits prints to accompany the overflowing feeling that is on his mind: vulnerability. Not to feel but to exhibit one’s feelings and let other people peek inside you is an act of vulnerability and strength. Power and powerlessness, being overwhelmed by everything around him is the emotion expressed in Unfassbar Laut. The arrangement of etchings aims to appear just like the chaos inside. A lot is happening, the viewer might be unable to decide where to look first. Laurens also expresses his concern about feelings like self-doubt, not only in an artistic aspect. He speaks up about being prone to paralyzing emotions.The combinations of prints and texts show how he deals with everything all at once and touch some of the darkest yet softest parts in us. They let you look inside him and take you by the hand like a friend at the same time.

Julian Kadrnoschka presents a delicate and overflowing stream of consciousness. His drawings were produced over months, bit by bit in the moments in-between, the moments spent waiting. He was sketching while the everyday was happening and the wheels were turning. The result is a tapestry of scenes and images, each of them existing for themselves, though also connected through coincidence. The folded Japanese paper, chosen as material, is as see-through and airy as the notions that rush through our heads on a daily basis. The reality we move in naturally influences our thoughts and imagination. Influences that Julian seeks to translate and to make a visible part of the material world.

Emma Peinhopf puts feelings into space. Before her studies at the University of Applied Arts she had already been experimenting with the medium of ceramics and the potential of objects to trigger a feeling in us. She introduces us to her individual language of color and narrative in the shown arrangement of sculptures.

“Something about the way you taste makes me wanna clear my throat” DEVO sang in their 1978 song Gut Feeling. Emma shows us how the theme of gut feelings is more relevant than one might think. It makes you wonder about the immense capacity of our bodies to put emotions into biological processes and raises the question: “How much of my feelings are born out of my mind, and what is constructed by my organism?”. The outcome is walking, shimmery and dynamic twisted organs who wander on the border between Emma’s colorful signature style and an underlying creepiness.

Bo Yeong Yun wanders trough the world with a feeling of wonder. She is distinctly fascinated by  special encounters we have everyday, but might not realize actively. These encounters could be with other people, with plants, with the moon, the clouds in the sky or with ourselves in the mirror. The moment of perception that the other is alive, she herself is alive and the moment she is living through is alive as well. A feeling of wonder takes hold of Bo Yeong, an emotion that can not easily be described. Realizing that everyone around us has a life as complex and full to the rim with emotions as our own. Not just humans, but maybe also the Calathea Orbifolia in her room. It may happen just for the blink of a second or it may happen after time has accumulated. It may be transitory and it may be everlasting at the same time. She captures those moments of encounter with her paintings, etchings and lithographs. In each medium she keeps her unique liveliness of the line and creates playful yet elegant artworks that depict an almost obscure feeling of existentialism.

Karina Kwapil’s prints deal with the feelings that emerge out of introspection and observation. Emotions and their depiction have been an ever-present theme in her works. She expresses herself not only in painting and drawing but has become especially skillful in gravure and woodcut printing techniques, which she exhibits in order to show the feelings she has for you and the people in her life. All the aspects of being human and living in a society are wrapped into a symbolic language and message in her works. The protagonists do not convey an ideal but are rather to be seen as ironically exaggerated. This is a tool to serve the narrative and the sake of telling a story and capturing a moment. In the focus of this is also the presentation. Karina loves the big format, the large scale and the over-sized which serve to transport the message of her prints. Thats how she takes over a room and sucks you into a story that doesn’t really let you go. It all leads to what is her purpose: reflecting upon her role in society and how we interact with others.

Liam Che Gräfling’s large scale drawings made with ink and watercolor deal with his feelings of shame and concern about a fateful future. He expresses his frustration and fear when looking at how the earth which we are living on is constantly being polluted and violated. It’s an overwhelming feeling, as relevant to his as to all future generations, more than ever before. Liam’s works contain not only his love and concern for animals and nature. His detailed drawings seem disturbing and gloomy, as he wishes to wake us up from a society with a consumerist way of living. Thus depicting scenes that contain elements of wired bodies and ancient worlds merging into a fantastic dystopian cosmos. You can see both the connection between nature and human – and the presence of love. But also the absence of it and the many facets of violence in our past and future. In the end Liam wants us to start thinking about everything that needs to be done in order to save the planet, but which is continuously ignored.

Emma Egger might seem obsessed, but she is just in love. And very much so.

The emotion of romantic love has been depicted and discussed artistically in past centuries: in fine art, literature, film and music. Also in the context of cultural studies, sociology or psychology. Emma choses to ignore the existing state of the art with relentless determination. She lets herself be overwhelmed and guided by the feeling of being starstruck by a person. Her series of photographs, drawings and prints are accompanied by a collection of objects that document the first months of the relationship. The depictions of intimacy or observations of her partner are confessions made every day when she encounters the human that makes her feel those things. It is a collection of images and objects that metaphorically say: I love how your hands look when cooking pasta, the way you sit in chairs and how your face looks after waking up.

The shown work is not only a colorful love letter full of kitsch but an acknowledgement of her own emotions, which is sometimes scary to put into the world.

Text: Emma Egger

reconstruct-she-said

reconstruct, she said *

Michaela Schwentner

2. - 10. Juni 2022

Eröffnung am 2. Juni 2022 um 19 Uhr
Live Set Julia Purina am 7. Juni um 20 Uhr
kurz, improvisiert und unverstärkt!

Michaela Schwentner ist während der Öffnungszeiten anwesend!

fr 3.6. von 15-19h
sa 4.6. von 15-19 h
di, 7.6. von 15-22 h
mi, 8.6. von 15-18 h
do, 9.6. von 15-19 h
fr, 10.6. von 15-19 h
und ausserhalb der öffnungszeiten by appointment:
jade@jade-enterprises.at
* eine Veranstaltung der Reihe XX Y X / Subdivision des Vereins liccht

Die Installation reconstruct, she said ist die Übersetzung einer filmischen Arbeit in eine räumliche Anlage. Der essayistische Dokumentarfilm re-GEO / rendering reconstructions of desire wird ausgefaltet und in einzelne Bestandteile zerlegt, um so eine andere Form der Erzählung zu ermöglichen.

re-GEO / rendering reconstructions of desire ist der Versuch, sich der ambivalenten Persönlichkeit der Germanistin und Holzbildhauerin Georgette Klein mit den Mitteln der (Re-)Konstruktion anzunähern. Wie weit konnte sich eine junge intelligente Frau in den Anfang 1910er/20er Jahren unabhängig bewegen und entwickeln? Welche (inneren) Widerstände galt es zu überwinden?

Der progressiven und während der Studienzeit sozialistisch informierten, in ihrem bürgerlichen Umfeld rasch nicht mehr heimischen Georgette Klein gelingt es erst sehr spät, sich mit dem Bau ihres Hauses von den Eltern zu emanzipieren.

In der Lebens- und Denkweise selbstbewusst und modern orientiert und doch nicht fähig, sich völlig von den etablierten gesellschaftlichen Strukturen zu lösen, “schneiderte” die promovierte Germanistin, nicht als Architektin, sondern als Frau, als Künstlerin ein Haus, in dem sich ihre konzeptuelle Vision manifestiert und das noch heute als architektonisches Juwel in der Landschaft des Tessin strahlt.

Und doch muss hier die Frage nach dem Narrativ gestellt werden: wer schreibt die Geschichte, und wie wird sie geschrieben? Weshalb sind weder Georgette Klein noch die Casa Sciaredo in den Kanon der modernen Architektur – zumindest in der Schweiz – aufgenommen? Ist das Haus kaum bekannt, weil es von einer Frau entworfen und gebaut wurde? Weil Georgette keine Architektin war, weil sie das damals noch gar nicht sein konnte?

Michaela Schwentner

Künstlerin, Filmemacherin, Kuratorin, Lektorin an der TU Wien und Labelbetreiberin (mosz records) Outstanding Artist Award (= Förderpreis für Filmkunst), 2007, Projekt- und Arbeitsstipendien der Stadt Wien und des Bundes, Residencies im In- und Ausland.

Internationale Ausstellungsbeteiligungen, Screenings, Performances, u.a. Centre Pompidou Paris, Manifesta 4, HKW Berlin, Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt, Edith-Russ-Haus für Medienkunst Oldenburg, ACF New York, Shedhalle Zürich, CCNOA Brüssel, Kiasma Helsinki, Museo Experimental El Eco Mexiko City, CCCB Barcelona, UCLA Los Angeles, Kunsthalle Exnergasse Wien, Kunsthalle Wien, Secession Wien, Künstlerhaus Wien, Grazer Kunstverein, Kunsthaus Graz, B3 Biennale des bewegten Bildes Frankfurt, Sundance Filmfestival, Kurzfilmtage Oberhausen, FIDMarseille, Diagonale Graz, Viennale, Int. Media Art Biennale Wroclaw, Transmediale Berlin, Moving Patterns ACF New York, Edinburgh Int. Filmfestival, London Int. Filmfestival, Wien modern, New York Underground Filmfestival, Independent Filmfestival Rotterdam, European Media Art Festival Osnabrück, Evolution Filmfestival Leeds, Cork Filmfest, Chicago Underground Filmfestival, Blickle Kino/Belvedere 21 Wien, Neue Galerie Innsbruck, Kunstraum Lakeside Klagenfurt

Darja Shatalova | Marta Beauchamp

Fotos Darja Shatalova

Marta Beauchamp & Darja Shatalova
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Vernissage: Dienstag, 3. Mai 2022, 19 Uhr
zur Eröffnung spricht Anamarija Batista, Kulturwissenschaftlerin und Ökonomin

Ausstellungsdauer: 4. – 24. Mai 2022

Mittwoch, Donnerstag, Freitag 15 bis 19 h
Samstag 15 bis 18 h

Finissage am 24. Mai 2022 um 19 h
Florian Fusco & Darja Shatalova: Q-Klänge
Soundperformance, 20 min

Wie funktionieren Systeme – und inwiefern prägen diese Prozessabläufe und Verhaltensstrukturen? Auf Basis künstlerischer Forschungsmethoden setzen sich die beiden Künstlerinnen Marta Beauchamp und Darja Shatalova mit unterschiedlichen Datengrundlagen – aus externen Archiven versus autobiographische Aufzeichnungen– auseinander und kreieren in einem dualen Setting ein sich verknüpfendes Gefüge aus räumlichen und auditiven Übersetzungsprozessen.

Das Zusammenspiel zwischen äußeren und inneren Faktoren, den Bedingungen von gesamtgesellschaftlichen und persönlichen Entwicklungen, von Strukturen innerhalb eines Systems und seiner tragenden Elemente führt zu einem wellenartigen Prozess der Annäherung und Entfernung. In diesem Ablauf stellt die kontinuierliche Revision ein zentrales Element in einer zeitlich basierten Evaluierung und Adjustierung von Ereignissen dar. Die Überprüfung von Zuständen erfolgt sowohl als eine bewusste Entscheidung, als auch in Form integrierter Mechanismen innerhalb eines Systems. Veranschaulicht man diesen Prozess grafisch, so handelt es sich um zwei Kurven, die abschnittsweise ein divergentes oder ein konvergentes Verhalten aufweisen, bzw. in Momenten der Synchronisation sich berühren.

In Rahmen der Ausstellung präsentieren die Künstlerinnen sowohl individuelle Positionen, als auch ein gemeinsames Werk, das die singulären Elemente als Ausgangsmaterial nimmt. Die aus dem Dialog zwischen den Übersetzungspraktiken stammende Arbeit verkörpert eine weitere Revisionsschleife und stellt damit den gemeinsamen Prozess in den Vordergrund. Die Arbeiten weisen in ihrer Methodik der Sammlung, Evaluierung, Strukturierung und codierten Transformation zahlreiche Schnittpunkte auf und schaffen auf diese Weise einen Dialog im Sinne eines künstlerisch-wissenschaftlichen Forschungsprozesses.

Marta Beauchamp

(*1990, IT/UK) erschafft eine Schnittstelle, durch die man den Prozess des Übersetzens von neurowissenschaftlichen Thematiken in visuelle und klangliche Installationen erleben kann. Marta lebt und arbeitet derzeit in Salzburg und forscht künstlerisch an der ufg, Linz. Sie studierte im Master ArtScience an der KABK und KonCon in Den Haag in 2021 und hat ihr Studium in Design an der FH Bielefeld 2020 abgeschlossen. Davor studierte sie Neurowissenschaften und arbeitete wissenschaftlich im Bereich der Chronobiologie.

Darja Shatalova

(*1988, RU) ist eine multidisziplinär arbeitende Künstlerin mit dem Fokus auf eine Strukturierung und Systematisierung von Daten, die gegenwärtige Ereignisse aus der Umwelt und dem persönlichen Mikrokosmos beschreiben. Die Grundlage des Arbeitsprozesses bilden kontinuierliche Aufzeichnungen, die in raumbezogene Installationen, Performances und Soundkompositionen übersetzt werden und dabei ein Netzwerk an Symbolen, Codes und Formeln bilden. Darja studierte Kunst und Mathematik Lehramt an der Universität zu Köln und Transmediale Kunst an der Universität für angewandte Kunst Wien.

Q-Klänge

Darja Shatalova und Florian Fusco bei der Finissage

Fotos Barbara Höller

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Lena Kuzmich

Chimera

eine Videoinstallation von Lena Kuzmich

Vernissage: Montag, 25. April. 2022 um 19:00

Montag, 25. April. 2022 – Samstag, 30. April. 2022

Öffnungszeiten: Di-Fr: 15:00-20:00
Sa: 11:00-17:00
Lena Kuzmich ist anwesend während der Dauer der Ausstellung

CHIMERA untersucht queere Ökologie und nicht-binäres Leben in der Natur. Was definiert den Menschen als Spezies? Inwiefern etablieren Wissenssysteme Grenzen zwischen Lebensformen, die in Wirklichkeit verschwimmen? Wie können „wir“, in Symbiose mit Technologie, die Kategorie der Natur wiederbetreten?

Found footage, neu angeordnet als spielerische Welten, hinterfragt Entstehen und Präsentation von (wissenschaftlichem) Wissen, das Lebensformen auseinander nimmt und trennt; dabei queere Lebensformen als unnatürlich verdammt. Wie gelingt es uns, in
solchen Systemen der Entfremdung zu funktionieren, in denen alle Kultur quer zur Natur zu arbeiten scheint: Klimawandel, Genderbinarität, etc.?

* queer: Sammelbegriff für eine Vielzahl von Menschen mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen und Genderidentitäten die nicht der heteronormativen Norm entsprechen
* nicht-binär: ist eine Sammelbezeichnung für Genderidentitäten, die sich nicht ausschließlich als männlich oder weiblich identifizieren
* Genderbinarität: geht davon aus, dass es nur zwei Geschlechter, nämlich männlich und weiblich, gibt

Lena Kuzmich

(1998, Wien) ist multidisziplinäre Künstler*in mit einem Fokus auf Fotografie und Video und arbeitet aktuell in Amsterdam. In ihrem* Werk, einem fluiden Remix aus Fragmenten von Pop- und Subkultur, erträumt Lena Visionen einer alternativen Gesellschaft. Fiktive Landschaften, hybride Körperbilder und Technologie werden zum Portal jenseits der Norm und vorgefertigten Ideen über Identität.

Graphic Design von Winona Hudcová
Text mit Lennart Horst
Sound Design von Leonard Prochazka

Das Labor für künstlerischen Animationsfilm an der Akademie der bildenden Künste hat Lena "im Rahmen des Best Austrian Animation Festivals" in den sehsaal eingeladen.

reset – 25 Jahre kofomi

reset - 25 Jahre kofomi - Komponist*innenforum Mittersill

CD-Präsentation Werner Raditschnig 'marsyas'

und Konzert mit
Martin Daske, Andrea Fränzel, Michael Mautner, Maria Morschitzky, Barbara Maria Neu, Toshiko Oka, Werner Raditschnig, Katharina Reich, Wolfgang Seierl, Marlene Streeruwitz und Alfred Winter

am 25. Februar 2022 um 19 Uhr

 

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Das Komponist*innenforum Mittersill, kurz kofomi, wurde 1996 als Plattform für Austausch und Kommunikation und als solche als lebendiges Denkmal für den 1945 in Mittersill unter tragischen Umständen ums Leben gekommenen Komponisten Anton Webern gegründet.

Werner Raditschnig war - gemeinsam mit René Prausmüller, Wilfried Satke und Thomas Herwig Schuler - Teilnehmer im ersten Forum.

Werner Raditschnig stellt nun - 25 Jahre später - mit der auf unserem Label ein klang_records erschienenen CD-Box „Marsyas" einen Überblick über sein Schaffen seit 2009 vor.

Im Konzert werden die Ergebnisse des letzten Forums im September 2021 zu hören sein. Von und mit Martin Daske, Andrea Fränzel, Michael Mautner, Maria Morschitzky, Barbara Maria Neu, Toshiko Oka, Katharina Reich, Marlene Streeruwitz und Alfred Winter

Organisation:
Wolfgang Seierl und Martin Daske

WERNER RADITSCHNIG

geb. 1948 in Villach, lebt in Salzburg

Komponist, sowie auch Ausführender in eigenen Musikprojekten und projektbezogene Zusammenarbeit mit anderen Spezialisten (Musik, Video, Theater, bildende Kunst).
Arbeitsbereich: Vorwiegend experimentelles Instrumentarium, Elektronik, skulpturale Musik, szenische Aufführungen und inszenierte Räume.

Elisabeth Czihak

As if … 2020, Digitaldruck auf Vliestapete, 260 x 448 cm Foto © Elisabeth Czihak

As if …

Vernissage: Mittwoch, 2. März 2022, 19 Uhr
Eröffnung: Maria Christine Holter, Kunsthistorikerin

Ausstellungsdauer: 3. bis 25. März 2022
Mittwoch, Donnerstag, Freitag 15 bis 19 h
Samstag 15 bis 18 h

18. März 2022: 16-19 h
Foto Wien Tour "ON NOT OFF" mit Maria Christine Holter im Wien 5
(besucht werden Super, Hinterland, sehsaal, Station Wien, Kombinage.
Treffpunkt 16h im Kunstraum Super)
Zur Anmeldung

Finissage: Freitag, 25. März 2022, 19:30 Uhr
Maja Osojnik ̶ vocals, electronics

Das Projekt ist Teil des Festivals FOTO WIEN 2022.

Die Künstlerin Elisabeth Czihak verbindet für ihre Ausstellung im sehsaal eine Tapeteninstallation, ein keramisches Objekt, Zeichnungen und eine Fotoserie zu einer dichten, atmosphärischen Rauminterpretation. In ihren Fotografien präsentieren sich Räume der Vergangenheit als gelebt und verblichen, die Tapeteninstallation überlagert verschiedene Raumansichten zu einem Traumbild, während ein maßstäblich verkleinertes Architekturelement so gar nicht an einen wärmespendenden Kamin denken lässt.

Ausgangspunkt für alle in der Ausstellung „As if …“ gezeigten Arbeiten ist die Fotoserie „As if wishing ever helped“, aufgenommen 2019 in einem nicht mehr bewohnten, nur sporadisch genutzten kleineren Schloss in Privatbesitz.

Verschiedene Ansichten des über 200 Jahre alten Dachbodens werden mittels einer collageartig erstellten Tapeteninstallation als dominierende Arbeit in den sehsaal geholt. Auf der dem Eingang gegenüberliegenden „freistehenden“ Wand verschränken sich Dachboden und sehsaal zu einem neuen Ganzen – ein Dachgeschoß zieht ins Erdgeschoß, der vorhandene Raum wird verändert, fiktiv erweitert und ermöglicht den Betrachter*innen ein neues Raumerlebnis.

Die Ausstellung wird durch Fotografien aus der Serie „As if wishing ever helped“ ergänzt, die über eine reine Architekturdokumentation hinausgeht und ihren Blick auf Details und Atmosphärisches richtet. Der zuweilen traurige Charme und die Patina des Vergangenen zwischen Leerraum und Lagerraum, zwischen Prunk und Verfall, werden in den Fokus gerückt. Raumfluchten erlauben einen Blick in die Tiefe und erzählen von der Großzügigkeit solch alter Gebäude und der Bürde des historischen Erbes.

Als dritter Bestandteil der Präsentation sind die Arbeit „Wärmestück“, ein plastisches Werk aus getrocknetem, nicht gebranntem Ton, und Tuschezeichnungen der Serie „Makro“ zu sehen. Beide leiten sich formal von einem der vielen verschiedenen Kamine am Dachboden ab.

Elisabeth Czihak

1966 geboren, 1985-91 Hochschule f. Gestaltung, Linz (Diplom), 1991/92 Hochschule der Künste, Berlin (D), lebt und arbeitet in Wien und im Weinviertel.
seit 1989 regelmäßige Ausstellungen in den Bereichen Objekt, (Wand-) Zeichnung, und Fotografie.

Preise: 2020 Anerkennungspreis f. Medienkunst / künstlerische Fotografie des Landes NÖ; 2011 Anerkennung beim Europäischen Preis für Architekturfotografie, Frankfurt am Main (D), 2000 Talentförderungspreis des Landes Oberösterreich (A). Letzte Personalen: Ortner 2, Wien, Kunstraum St. Virgil, Salzburg, EIKON Schaufenster, Wien.

„Mein starkes Interesse an Dreidimensionalität und Gebautem ging von der Skulptur ganz in die Zeichnung und Fotografie über, in beiden Bereichen beschäftige ich mich generell mit dem Raum – seiner Wirkung und meiner Einflussnahme darauf.“

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eine internationale Gruppenausstellung mit "kleinen Formaten" von

Ilse Aberer, Edgar Diehl, Christian Eder, Helmuth Hager, Erica Heisinger, Barbara Höller, Ingrid Hornef, Christiane Grimm, Vesna Kovacic, Ivo Ringe, Otto Scherer, Hans Schork, René Daniel Sieber, Rolf Schneebeli, Oliver Thiele, Ludwig Wilding

Kurator Otto Scherer 

Vernissage am Mittwoch 12. Jänner 2022 um 19 Uhr
Einleitende Worte: Hartwig Knack, Kunsthistoriker

Ausstellung 13. bis 29. Jänner 2022
Mi, Do, Fr von 15 bis 19 Uhr, Sa von 15 bis 18 Uhr

Auszüge aus der Eröffnungsrede von Hartwig Knack

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